Neuer Glockenturm

 
Glockenturm der Pfarrgemeinde St. Georg
Die Pfarrkirche St. Georg hatte seit dem Abriss des alten und dem Bau des neuen Kirchenschiffs 1977 keinen Glockenturm. Der Glockenstuhl befand sich seither als Provisorium im Dachgeschoss des denkmalgeschützten Chors von 1514. Das bereitete zunehmend Probleme, denn Glockenschwingungen zersetzen das denkmalgeschützte Natursteinmauerwerk, die niedrige Höhe der Glockenstube verhinderte eine optimale Schallausbreitung und der Aufgang zur Glockenstube entsprach nicht den Unfallverhütungs-Vorschriften Eine Verlegung der Glocken wurde unumgänglich. Seit vielen Jahren bemühte sich deshalb die Pfarrgemeinde der Kirche wieder einen Turm zu verschaffen. Im Jahr 2003 wurde dafür eigens ein Kirchenbauförderverein gegründet. Nach einer Untersuchung durch den Glockenbeauftragten, Herrn Architekt Wittekind, hat das Erzbischöfliche Ordinariat im Jahr 2012 die Planung eines separaten Campanile freigegeben. In Kooperation mit dem Erzbischöflichen Bauamt wurde das Architekturbüro WerkGruppe 1 mit der Planung beauftragt. Die örtliche Bevölkerung war in Form eines Arbeitskreises in das Vorhaben eingebunden. Der Turm sollte einen möglichst hohen Mehrwert bekommt. Als Landmarke im Schnittpunkt des Zweitälerlandes, wird er künftig zeitenweise als Aussichtsturm genutzt und ist neben Beinhaus mit Totentanz eine weitere Attraktion für den Tourismus. Als reiner Holzturm ergänzt er den vorhanden Walderlebnispfad (vom Wald zum Holz) thematisch hervorragend. Daneben dient der Turmhelm diversen Vogel- und Fledermausarten als Nistmöglich.Der Grundriss des Turms besteht aus einem gleichseitigen Dreieck. Eine Treppenanlage mit 60 Stufen und 12 Zwischenpodesten führt zunächst zu einer Aussichtsebene auf 14m Höhe, mit Blick in die Täler und auf die umliegenden Schwarzwaldberge. Darüber befindet sich die Glockenstube mit aufgefächerten Lamellen. Der Turm besteht aus Brettsperrholz-Modulen, einem modernen Baustoff des Ingenieurholzbaus, gefertigt aus reinem Weißtannenholz, der Charakterbaumart des Schwarzwaldes. Die Dreiecksform sorgt für ein effektives Tragwerk mit hoher Formstabilität und hohen Festigkeitswerten. Damit wird der besonders anspruchsvollen Statik und auch Dynamik des Turms Rechnung getragen. Eine hinterlüftete Fassade aus wetterbeständigem Accoya Holz dient als konstruktiver Holzschutz und verhindert Witterungsschäden. Mit dem Einsatz von Holz wurde ein umweltfreundlicher, CO2 neutraler und nachhaltig verfügbarer Baustoff verwendet.
Der Turm wurde darum vom Land Baden-Württemberg in einem Wettbewerb als innovatives Bauwerk bewertet und erhielt einen Zuschuss von 100000.- Euro aus dem EFRE Förderprogramm.Die Planung und Bauleitung erfolgte durch die Architekten der WerkGruppe 1, die nötige Tragwerksplanung durch die Firma WIRTH. Im Juni 2019 wurde mit dem Erdaushub und dem Bau des Fundaments durch die Baufirma BURGER begonnen. Die Gerüstarbeiten der Firma SAUTER ermöglichten dem federführenden Zimmereibetrieb BAUMER die rasche Aufrichtung der vom Holzwerk SCHILLIGER vorgefertigten Brettsperrholz Module. Gleichzeitig wurden die Glocken von der Firma SCHNEIDER ausgebaut und in einen neuen Glockenstuhl aus Eichenholz eingebaut. So konnte bereits im September 2019 das Richtfest gefeiert werden. Die Elektroarbeiten bewerkstelligte die Firma RÜMMELE.Die Fenster wurden von der Firma WEHRLE gebaut. Die Blechnerarbeiten erledigte die Firma SCHWEIZER. Das Brandschutzkonzept erstellte die Firma BRANDSCHUTZCONSULT. Aufgrund der raschen und fehlerfreien Arbeitsweise aller beteiligten Firmen konnte schon im Dezember 2019 die Bauabnahme durch die Baurechtsbehörde in Waldkirch erfolgen. Die Gesamtkosten des Projektes inclusive dem Austausch und der Wiederherstellung der alten Glockenstube beliefen sich auf rund 670000.- Euro. Trotz der Zuschüsse und der schon vorhandenen Spenden reichte das vorhandene Eigenkapital nicht aus. Die Kirchengemeinde musste deshalb einen erheblichen Anteil als Darlehen finanzieren und ist auf weitere Spenden angewiesen.

Quelle: Michael Eh

Wie können Sie uns helfen? Der Aufgang zur Aussichtplattform erfolgt über eine Treppe, deren Trittstufen wir für einen Mindestbetrag von 400.- €uro als Sponsorenprojekt unterstützen lassen. Der Sponsor einer Stufe wird durch die Anbringung eines Namenschildes für die Besucher des Turmes an der Stufe dokumentiert. Daneben können Sie auch gerne eine sonstige, zweckgebundene Spende machen. Selbstverständlich können Sie auch gerne anonym spenden. Zusätzlich freut sich der Kirchenbauförderverein über jedes neue Mitglied.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann wenden Sie sich an das Pfarrbüro. Dort werden Ihre Spenden gerne entgegengenommen, die Spenden koordiniert und Spendenbescheinigungen ausgestellt. Das Spendenkonto lautet: DE65 6805 0101 0002 0216 16. Der Kontoinhaber ist die Verrechnungsstelle Riegel.
Vorab schon unseren Herzlichen Dank!
 

Quelle: .